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Stilepoche: Gründerzeit (ca. 1870–1900)

Die Gründerzeit – benannt nach dem wirtschaftlichen Boom nach der Reichsgründung 1871 – war eine Epoche des aufstrebenden Bürgertums, das seinen Wohlstand sichtbar machen wollte. Möbel wurden größer, dunkler, ornamentreicher. Historismus war das Schlagwort: Man griff zurück auf Renaissance, Barock, Rokoko und Gotik, kombinierte frei und signalisierte damit Bildung und Wohlstand.

Typische Merkmale

Massive Konstruktionen aus Nussbaum und Eiche, tiefe Schnitzereien, gedrehte Säulen, Kassettentüren und schwere Profilierungen sind die Erkennungszeichen der Gründerzeit. Buffets, Bücherschränke mit Glastüren, Säulensekretäre und breite Esstische gehören zu den typischen Möbelstücken. Das Innenleben ist oft überraschend durchdacht: viele Gründerzeit-Schränke haben aufwändige Inneneinteilungen, Spiegel und versteckte Schubladen.

Typische Hölzer und Materialien

Nussbaum und Eiche dominieren; Gründerzeit-Möbel sind massiver als Biedermeier, oft aus Vollholz statt Furnier.

Im MoebelladenBerlin

Gründerzeit-Möbel sind die natürlichen Bewohner von Berliner Altbauwohnungen – und das nicht zufällig, denn viele dieser Wohnungen entstanden in der gleichen Epoche. Buffets und Bücherschränke aus der Gründerzeit sind funktional wie am ersten Tag.

Häufige Fragen

Sind Gründerzeit-Möbel zu schwer für moderne Wohnungen?

Das Gewicht ist real, aber selten ein echtes Problem. Die Stücke stehen stabil, lassen sich in Teilen transportieren und brauchen keine besondere Pflege.

Was unterscheidet Gründerzeit von Jugendstil?

Gründerzeit ist historistisch – sie zitiert frühere Stile. Jugendstil ist eine Gegenbewegung dazu: organische, florale Eigenformen statt historischer Anleihen.

Welche Gründerzeit-Stücke sind besonders gefragt?

Buffets mit Aufsatz, mehrteilige Bücherschränke mit Glastüren und gründerzeitliche Esstisch-Stühle-Sets mit originaler Polsterung.

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