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Stilepoche: Louis-Philippe (ca. 1830–1870)

Louis-Philippe bezeichnet den Möbelstil der Regentschaft des französischen Bürgerkönigs Louis-Philippe I. (1830–1848), der sich als eigenständige Stilphase bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts hielt. Er ist die Brücke zwischen dem sachlichen Biedermeier und der ornamentfreudigeren Gründerzeit – und als solcher oft unterschätzt.

Typische Merkmale

Charakteristisch sind weich geschwungene Konturen, üppigere Profile als im Biedermeier, dunklere Hölzer (vor allem Nussbaum) und eine zunehmende Betonung von Rundungen. Typische Möbelstücke sind Ovalspiegel, Salontische mit zentralem Ständer, gepolsterte Sessel mit geschwungenen Armlehnen und Vertikos mit Glasaufsatz.

Typische Hölzer und Materialien

Nussbaum dominiert; daneben Mahagoni, Kirsche und Obstholz. Gelegentlich Einlagen aus helleren Hölzern oder Messing.

Im MoebelladenBerlin

Louis-Philippe-Möbel sind Geheimtipps unter Einrichtungsbegeisterten: handwerklich robust, ästhetisch zeitlos und deutlich erschwinglicher als vergleichbare Biedermeier-Stücke. Nussbaum-Kommoden und Salontische dieser Epoche passen in Berliner Altbauten wie gemacht.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Biedermeier und Louis-Philippe?

Louis-Philippe ist das dunklere, fülliger geschwungene Pendant. Wo Biedermeier hell und sachlich ist, arbeitet Louis-Philippe mit Nussbaum, stärkeren Profilen und einem Hauch mehr Dekoration.

Warum ist Louis-Philippe günstiger als Biedermeier?

Geringerer Bekanntheitsgrad, nicht niedrigerer Qualitätsanspruch. Viele Stücke stehen Biedermeier-Möbeln handwerklich in nichts nach.

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